Neues Autismus-Gen charakterisiert: Verhaltensauffälligkeiten
und synaptische Fehlregulation im Mausmodell
Neues Autismus-Gen charakterisiert: Verhaltensauffälligkeiten
und synaptische Fehlregulation im Mausmodell
2012
Die Forscher vom Institut für Anatomie und Zellbiologie sind bei der aktuellen Studie insbesondere von der International Graduate School in Molecular Medicine Ulm, der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und von der Medizinischen Fakultät der Universität Ulm unterstützt worden, um die Rolle von ProSAP1/Shank2 an der Synapse und letztlich bei der Entstehung von Autismus zu verstehen. Dabei haben die Forscher Mäuse genetisch modifiziert und ProSAP1/Shank2 ausgeschaltet. Im Vorfeld der aktuellen Studie haben einige der beteiligten Wissenschaftler gezeigt, dass Mutationen im ProSAP1/Shank2 Gen beim Menschen zu Autismus führen können.
Auch im Mausmodell hat das Fehlen von ProSAP1/Shank2 sichtbare Auswirkungen: Tiere mit der Gen-Mutation sind hyperaktiv und zeigen sich immer wiederholende Handlungen – etwa bei der Fellpflege. In Verhaltensexperimenten werden zudem Auffälligkeiten in der sozialen und kommunikativen Interaktion deutlich. Auch in den Gehirnen der Mäuse fanden die Forscher Änderungen: „Die Dichte dendritischer Dornen, an denen die vorgeschalteten Nervenzellen synaptische Kontakte bilden, ist wesentlich geringer als beim Wildtyp. Elektrophysiologische Messungen zeigen eine auffällig veränderte Signalübertragung“, so Tobias Böckers, Direktor des Ulmer Instituts für Anatomie und Zellbiologie.
Quelle: Annika Bingmann
http://www.uni-ulm.de/home2/presse/aktuelles-thema/neues-autismus-gen-charakterisiert.html
Neues Autismus-Gen charakterisiert
4/30/12
Die beteiligten Forscher vom Institut für Anatomie und Zellbiologie: Tobias Böckers, Andreas Grabrucker, Patrick Udvardi, Jürgen Bockmann, Michael Schmeisser (obere Reihe v.l.n.r.) sowie Elody Ey (Paris) und Anna Lena Jansen (untere Reihe v.l.n.r.)